Darf man Tiere im heimischen Garten bestatten?

Hund Bestattung

Für viele Menschen ist das Haustier längst zum geliebten Familienmitglied geworden und nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Tod des Hundes, der Katze oder auch des Hamsters betrauert wird. Wer sich lange um ein geliebtes Tier gekümmert hat, der möchte auch nach dem Tod des Tieres noch mit ihm verbunden bleiben. Viele Tierfreunde wünschen sich daher, ihr verstorbenes Haustier auch nach dem Ableben in der Nähe haben zu können. Eine Bestattung des Tieres im heimischen Garten ist für viele Besitzer von Katzen, Hunden oder Vögeln ein Wunsch. Doch ist es eigentlich erlaubt, Tiere im eigenen Garten zu bestatten und welche Alternative gibt es?

Das Wichtigste kurz zusammengefasst:
1.) Haustiere im Garten zu begraben ist grundsätzlich erlaubt.
2.) Klärungsbedarf wenn der Garten in einem Wasser- oder Naturschutzgebiet liegt.
3.) Im Bundesland Bremen ist es generell nicht gestattet Haustiere im Garten zu bestatten.
4.) Für Kleintiere ist keine Genehmigung erforderlich.
5.) Das Grab muss mindestens ein halben Meter tief sein.
6.) Der Kadaver des Tieres muss in ein Material eingewickelt sein, dass leicht verrotten kann

Was geschieht wenn ein Haustier stirbt?

Oft ist es so, dass ein Hund oder eine Katze, aber auch Kleintiere nicht im Schlaf sterben, sondern meist von ihrem Leiden erlöst werden müssen. Wird ein Haustier in der Praxis des behandelnden Tierarztes eingeschläfert, so hat der Halter die Möglichkeit, den toten Körper des Tieres dem Tierarzt zu übergeben. Dieser übernimmt dann gegen eine kleine Pauschale die Überführung zur Anstalt, die den Tierkörper „beseitigt“. Wer diesen Abschied nicht übers Herz bringen kann, kann natürlich auch das verstorbene Haustier aus der Praxis mitnehmen und selbst dafür sorgen, dass der geliebte Hund, die freundliche Katze oder der tote Hamster würdevoll bestattet wird.

Den geliebten Vierbeiner eine würdevolle letzte Reise zu ermöglichen, das ist der Wunsch vieler Tierliebhaber. Daher haben sich viele Anbieter entschieden, sich auf Tierbestattungen zu spezialisieren. Auch in einigen Gemeinden gibt es nun immer öfter die Möglichkeit, sein geliebtes Haustier auf einem speziellen Tierfriedhof bestatten zu lassen. Oft ist es sinnvoll, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, damit man im Falle des plötzlichen Ablebens der vierbeinigen Freundes eine schnelle Lösung parat hat. Wird das Tier plötzlich krank oder stirbt durch einen Unfall, so kann es sein, dass man in der Not auf eine Lösung zurückgreifen muss, die eigentlich nicht den persönlichen Wünschen entspricht.

Darf man sein Haustier im eigenen Garten begraben?

Es ist ganz klar, dass man seinem treuen vierbeinigen Freund auch nach dem Ableben noch in seiner Nähe wissen möchte. Doch darf man den Hund oder die Katze in seinem eigenen Garten begraben? Tatsächlich ist es grundsätzlich nicht verboten, dem geliebten Haustier im eigenen Garten eine letzte Ruhestätte einzurichten. Schwierig wird es, wenn der heimische Garten in einem Wasser – oder Naturschutzgebiet liegt. Hier sehen die gesetzlichen Bestimmungen vor, dass in diesem Fall keine Tiere in den Gärten bestattet werden dürfen.

Welche Bestimmungen gelten für die Bestattung im eigenen Garten?

  • Im Bundesland Bremen dürfen Haustiere grundsätzlich nicht im heimischen Garten bestattet werden. Hier herrscht ein niedriger Grundwasserspiegel, die eine Bestattung von Haustieren leider nicht möglich macht.
  • Soll ein kleines Tier, zum Beispiel ein kleiner Hund, eine Katze oder ein kleines Nagetier im heimischen Garten bestattet werden, ist dafür keine Genehmigung nötig. Möchte man jedoch in seinem Garten einen großen Hund, wie zum Beispiel einen Labrador oder Golden Retriever bestatten, so muss zuvor eine Genehmigung des zuständigen Veterinäramtes eingeholt werden.
  • Ist das Tier an einer meldepflichtigen Krankheit verstorben, ist eine Bestattung im privaten Garten ebenfalls nicht möglich.

Worauf muss man achten, wenn das Haustier im heimischen Garten bestattet werden soll?

Hat man sich bei den zuständigen Behörden über die Möglichkeit der heimischen Tierbestattung informiert und ist diese möglich, so müssen Tierfreunde dennoch einiges beachten, wenn sie ihrem geliebten Tier eine Ruhestätte im eigenen Garten bieten möchten.

  • Das Grab des Tieres muss mindestens zwei Meter vom nächstliegenden öffentlichen Weg entfernt sein
  • Die letzte Ruhestätte muss mindestens einen halben Meter tief in die Erde gegraben sein.
  • Der Kadaver des Tieres muss in ein Material eingewickelt sein, dass leicht verrotten kann. Dies kann eine Wolldecke sein, vielleicht sogar die geliebte Decke des verstorbenen Tieres, oder eine Zeitung, oder ein Handtuch.

Besonderheit Miethaus

Soll ein verstorbenes Tier im Garten eines Mietshauses begraben werden, so ist auf jedem Fall der Hausbesitzer zu befragen. Er muss seine Zustimmung geben, wenn ein Tier auf seinem Grundstück bestattet werden soll.

Darf ein Tier auf öffentlichem Grund bestattet werden?

Hunde, Katzen oder Kleintiere dürfen nicht auf öffentlichem Grund, wie zum Beispiel in Wäldern begraben werden. Wer dennoch sein Haustier im Wald beerdigt, begeht laut Gesetz eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Strafe von mehreren Tausend Euro rechnen.

Welche Alternativen hat ein Tierfreund für die Bestattung de geliebten Haustieres?

Nicht jeder hat die Möglichkeit, sein Tier im eigenen Garten beerdigen zu lassen und ihm dort eine letzte Ruhestätte einzurichten. Um den Tieren dennoch eine würdige letzte Ruhestätte zu bieten, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten für Tierfreunde.

Tierfriedhöfe als letzte Ruhestätte

Die Nachfragen nach Bestattungen für geliebte Tiere nimmt seit einigen Jahren stetig zu. Der Status eines Haustieres ist längst gestiegen, so dass viele den vierbeinigen Freund als vollwertiges Familienmitglied ansehen. Daher möchten die meisten Tierbesitzer auch eine würdige letzte Reise für ihren treuen Freund ermöglichen.

Tierfriedhöfe gibt es mittlerweile in sehr vielen Städten. In Deutschland gibt es bis heute rund 120 Friedhöfe für Tiere, die eine stilvolle letzte Ruhestätte darstellen. Besitzer von Hunden, Katzen oder Kleintieren können sich entscheiden, ob sie ein Einzelgrab oder ein Sammelgrab für ihren verstorbenen Liebling nutzen möchten. Die Kosten für die Bestattung belaufen sich auf rund 100 bis 300 Euro, hinzu kommt dann noch die Miete für die Grabnutzung. Wer möchte, kann das Grab mit einem Grabstein für den geliebten Vierbeiner ausstatten. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig, individuell und lassen sich nach persönlichen Wünschen gestalten.

Einäscherung von Tieren

Leider ist die Nachfrage nach einer letzten Ruhestätte auf dem Tierfriedhof deutlich größer als die dafür vorgesehenen Plätze. Viele Tierbesitzer müssen daher mit einer Alternative auskommen. Diese kann zum Beispiel in Form der Einäscherung im Tierkrematorium sein. Die Einäscherung des Tieres kann nicht nur eine günstigere Alternative zur Grabstätte auf dem Tierfriedhof sein, sondern auch ein würdevoller letzter Weg. Die Asche des Tieres kann sowohl in speziellen Urnen aufbewahrt werden oder auch in ein Schmuckstück verarbeitet werden. Viele Anbieter ermöglichen heute die Verarbeitung von Asche in Schmuckstücke, die als hübsches Gedenkstück von den Tierfreunden genutzt werden. Die Kosten für die Einäscherung können je nach Größe des Tieres von rund 100 bis 500 Euro betragen.

Würdevolle Bestattung ist ein wichtiger Teil des Trauerprozesses

Das Verständnis für trauernde Tierfreunde ist heute größer denn je. Viele Menschen haben großes Verständnis für den Stellenwert der Tiere in den Familien und nehmen auch die Trauer der Tierfreunde ernst. Wer einen treuen Hund oder eine geliebte Katze auf die letzte Reise begleiten muss, möchte wissen, dass er mit seinen Gefühlen ernst genommen wird. Die Trauer ist wichtig um den schweren Verlust eines Tieres verarbeiten zu können. Oft hat ein Hund oder eine Katze seinen Besitzer viele Jahre begleitet und ist dem Menschen ans Herz gewachsen.

Um ordentlich Abschied nehmen zu können und den Tod zu verarbeiten, ist eine würdevolle Bestattung des Tieres sehr wichtig. Diese kann auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden, damit der Tierbesitzer einen schönen Ort der Trauer besuchen kann.

Redaktion
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Wer schreibt hier? Ich bin Christian, 33 Jahre alt und komme aus Hannover. Meine Leidenschaft zur Tierwelt habe ich im frühen Alter erlangt. Zusammen mit Hunden, Katzen, Vögeln und Kaninchen als Haustieren, habe ich jahrelange praktische Erfahrung erlernen dürfen. Viel Spaß beim Stöbern! Viele Grüße, Christian

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