Omihund – Ein Netzwerk des Herzens für unsere älteren Hunde

Alter Golden Retriever

Hunde haben sich den Titel „bester Freund des Menschen“ wahrlich verdient. Doch was geschieht, wenn ein unvorhergesehener Zwischenfall, wie ein Unfall, eintritt, oder wenn der Halter aufgrund seines Alters Pflege benötigt? Wer nimmt sich dann des älteren vierbeinigen Begleiters an? Es ist eine traurige Wahrheit, dass ältere Hunde nur schwer ein neues Zuhause finden. Viele Menschen, die darüber nachdenken, ihr Zuhause mit einem Hund zu teilen, ziehen oft Welpen vor, um von Beginn an die Erziehung prägen zu können. Hier kommt das Omihunde-Netzwerk ins Spiel.

Fakten zum Omihunde-Netzwerk:

1.) Der Verein Omihunde-Netzwerk e.V. wurde am 07. November 2010 gegründet.
2.) Es gibt über circa 30 Pflegestellen.
3.) Spenden sind über die Webseite https://www.omihunde-netzwerk.de/ möglich.
4.) Pate für einen Omi/Opi Hund kann jeder werden: Pate bei Omihund werden.

Die letzten Jahre eines Hundes

Hunde hängen an ihrem Zuhause und können nicht verstehen, warum ihr Herrchen oder Frauchen plötzlich nicht mehr da ist. Verstirbt ein Angehöriger oder muss ins Pflegeheim, ist durch die Verwandtschaft nicht immer gewährleistet, dass der Hund in der Familie bleibt. Entweder der Besitzer hat keine Kinder oder diese können sich berufsbedingt nicht um das Tier ausreichend kümmern. In diesem Fall muss eine schnelle Lösung her. Ältere Hunde haben wie Menschen ihre kleinen und großen Leiden. Trotzdem haben sie noch Freude am Leben und genießen ihre täglichen Spaziergänge und Streicheleinheiten. Viele Tierschutzvereine sind hoffnungslos überlaufen. Besonders Hunde, die in den ersten Jahren viel Liebe bekommen haben und von ihren Besitzern verwöhnt wurden, haben es schwer, sich in einem Tierheim einzuleben. Viele von ihnen werden hier einsam sterben. Der Verein Omihunde-Netzwerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich intensiv um die Hundesenioren zu kümmern. Die Tiere erhalten ein neues Zuhause. Im besten Fall finden sie einen neuen Besitzer.

Omihunde-Netzwerk – Liebevolle Pflege von alten Hunden

Der Verein Omihunde-Netzwerk ist dadurch bekannt geworden, dass er sich speziell um Notfallhunde kümmert, die bereits ein höheres Alter erreicht haben. Der Verein übernimmt die Verantwortung und kümmert sich liebevoll um die Pflege. Viele Hundesenioren leiden wie Menschen unter altersbedingten Problemen. Sie sehen oder hören schlecht, haben Gelenkprobleme oder sind chronisch krank. Viele dieser Hunde würden im Normalfall von einem Tierarzt eingeschläfert werden. Häufig liegt der Grund dafür bei den hohen Kosten, die bei einer chronischen Erkrankung auf die Besitzer zukommen. Vor allem Rentner können die finanzielle Belastung kaum stemmen und sind nicht in der Lage, sich um eine intensive Pflege des Hundes zu kümmern. Die Pflege von Hundesenioren verursacht unter anderem Kosten für Tierarztbesuche, Spezialfutter oder Physiotherapien. Schweren Herzens entscheiden sich Besitzer für die Einschläferung. Das Einschläfern von Wirbeltieren ist nur aufgrund des Alters in Deutschland nicht erlaubt. Somit entsteht eine ausweglose Situation. In diesem Fall ist das Omihunde Netzwerk der richtige Ansprechpartner.

Das Netzwerk verfügt über circa 30 Pflegestellen. Sie sind in ganz Deutschland verstreut. Zusätzlich steht seit 2013 das Hundealtersheim Sonnenhof in der Nähe von Glücksstadt zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um eine Art Tierheim, welches amtsärztlich überwacht wird. Dauerhaft werden hier 14 Hunde der unterschiedlichsten Rassen untergebracht und versorgt. Viele der hier lebenden Hunde sind alt und gebrechlich. Im Hundealtersheim können sie ihre letzten Jahre ohne Zwang in einem größeren Rudel genießen. Durch ihre vierbeinigen Freunde finden sie viel Halt. Ein Tierarzt schaut regelmäßig nach den Bewohnern und behandelt die großen und kleinen Leiden der Hundesenioren.

Aufnahme von Notfallhunden

Der Tierschutzverein Omihunde-Netzwerk hilft Hunden aus ganz Deutschland. Eine Notfallmeldung ist möglich, wenn es sich um einen älteren Hund handelt, der bereits über einen längeren Zeitpunkt in Deutschland in einem privaten Haushalt gelebt hat. Hunde größerer Rassen müssen das 8. Lebensjahr erreicht haben. Bei kleinen Rassen liegt die Mindestaltersgrenze bei 10 Jahren. Aber auch jüngere Hunde, die aus Seniorenhand stammen gelten beim Verein als Notfall. Zusätzlich kümmert sich das Team gern um verwaiste Hunde, die bisher durch eine private Pflegestelle oder in einer Hundepension betreut wurden. Wichtig ist, dass sich der Halter selbst um die Kontaktaufnahme beim Verein kümmert. Der Verein ist keine Anlaufstelle für besorgte Nachbarn oder gute Freunde eines Hundehalters. Aufgrund einer Vielzahl an Anfragen müssen Hunde, die einen neuen Besitzer benötigen, selektiert werden. Omihunde Netzwerk hat sich speziell auf ältere Hunde oder Hunde von Senioren spezialisiert. Junge Hunde, die nicht aus einem Seniorenhaushalt stammen oder Hunde, die sich noch im Ausland befinden gehören nicht dazu. Für diese Hunde sind andere Tierschutzorganisationen zuständig und haben bei Problemen und Fragen immer ein offenes Ohr.

Wie kannst du helfen?

Ein Verein lebt von seinen Mitgliedern. Wenn du in einer Wohnung wohnst, in der keine Hunde erlaubt sind, wirst du keinem Hund ein neues Zuhause schenken können. Es ist aber möglich, eine Patenschaft für einen Hund zu übernehmen. Wenn du Pate von einem Hund wirst, geht es gezielt darum, einen Hund, der sich in Dauerpflege befindet, langfristig zu versorgen. Durch eine Patenschaft ist gewährleistet, dass das Tier mit hochwertigem Futter versorgt werden kann und es mit der notwendigen Grundausstattung ausgestattet werden kann. Wenn du dich für die Patenschaft eines Hundes interessierst, solltest du dich direkt mit dem Tierschutzverein Omihunde Netzwerk in Verbindung setzen. Hunde, die aktuellen einen Paten benötigen, werden regelmäßig auf Facebook vorgestellt. Du erhältst eine Patenurkunde und kannst deinen Patenhund verwöhnen. Du kannst eine Patenschaft in Form einer Einmalspende erhalten oder durch regelmäßige Futter- und Medikamentenspenden, die monatlich um die 10 Euro kosten. Dadurch wird es Menschen leicht gemacht, auch ohne großen finanziellen Aufwand Hundesenioren zu unterstützen.

Spenden für Seniorenhunde werden immer benötigt

Spenden in Form von Geld, Leckerlies oder Futter werden vom Tierschutzverein Omihunde Netzwerk jederzeit benötigt. Von den Geldspenden wird nicht nur Spezialfutter für Senioren, sondern auch Medikamente, Hundeausstattungen wie Leinen, Näpfe, Spielzeuge oder Pflegeprodukte für die Hunde gekauft. Auch die eine oder andere hohe Tierarztrechnung kann mithilfe der Spenden beglichen werden. Wenn sich eine Omihund Netzwerk Stelle bei dir in der Nähe befindet, könntest du dich auch als Helfer anmelden. Es werden immer Helfer bei Kontaktbesuchen oder bei Fahrtketten benötigt. Am schönsten wäre es für die betagten Hunde natürlich, wenn sie bis zu ihrem Lebensende noch ein liebevolles Zuhause finden würde. Für einen älteren Hund ist es wichtig, dass er nicht lange allein gelassen wird. Ein Garten bietet den Vorteil, dass der Hund jederzeit die Möglichkeit hat sich zu erleichtern. Ältere Hunde können, wie Menschen ihre Notdurft nicht lange halten. Neben einem Garten sind für ältere Hunde kurze Gassirunden wichtig, die über den Tag verteilt werden. Dazwischen benötigen die betagten Vierbeiner ausreichend Pflege und Ruhe.

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