Dogo Argentino im Tierfalt-Rasseportrait

Dogo Argentino beim Training

Der Dogo Argentino, auch bekannt als Argentinische Dogge, ist eine beeindruckende und vielseitige Hunderasse. In diesem Beitrag findest du alles Wissenswerte über diese Rasse, von ihren charakteristischen Merkmalen bis hin zu Tipps für Haltung und Erziehung.

Steckbrief der Rasse: Dogo Argentino

Steckbrief: Dogo Argentino – Alles, was Du wissen musst

Steckbrief: Dogo Argentino

Herkunft Argentinien
Größe 60-68 cm (Männchen), 60-65 cm (Weibchen)
Gewicht 40-45 kg (Männchen), 35-40 kg (Weibchen)
Lebenserwartung 10-12 Jahre
Farben Reinweiß, manchmal mit dunklen Flecken am Kopf
Charakter Mutig, loyal, intelligent
FCI-Gruppe Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen

Aussehen

Der Dogo Argentino besticht durch sein robustes und muskulöses Erscheinungsbild, das Kraft und Anmut ausstrahlt. Sein kurzes, glänzendes, reinweißes Fell, manchmal mit dunklen Flecken am Kopf, macht ihn unverwechselbar. Die kräftige Kopfform mit breitem Schädel und starker Kieferpartie unterstreicht seine Entschlossenheit und Stärke.

Die Ohren des Dogo Argentino sind hoch angesetzt und verleihen ihm zusammen mit seinen dunklen, ausdrucksstarken Augen ein intensives Gesichtsausdruck. Diese Rasse bewegt sich trotz ihrer Größe und Stärke mit überraschender Eleganz und Leichtigkeit, was ihre athletische Natur hervorhebt.

Der Körperbau des Dogo Argentino ist symmetrisch und zeigt eine deutliche Muskulatur. Der gerade Rücken und die breite Brust vermitteln ein imposantes Bild. Diese körperlichen Merkmale spiegeln die Ursprünge der Rasse als leistungsfähiger Jagdhund wider.

Geschichte und Herkunft

Der Dogo Argentino hat seine Wurzeln in Argentinien und wurde in den 1920er Jahren von Dr. Antonio Nores Martínez entwickelt. Sein Ziel war es, einen vielseitigen Jagdhund zu züchten, der sowohl in der Lage sein sollte, Großwild wie Pumas und Wildschweine zu jagen, als auch als treuer Wach- und Familienhund zu fungieren.

Die Rasse entstand durch gezielte Kreuzungen verschiedener Hunderassen, darunter der Cordoba-Kampfhund – eine heute ausgestorbene Rasse – sowie Mastiffs, Bullterrier und Pointer. Diese sorgfältige Auswahl führte zur Entstehung eines kraftvollen, mutigen und gleichzeitig intelligenten Hundes, der für seine Ausdauer und seine Fähigkeit, in der rauen argentinischen Landschaft zu arbeiten, bekannt ist.

Mit der Zeit gewann der Dogo Argentino an Popularität, sowohl in seiner Heimat Argentinien als auch international. Er wird heute nicht nur für die Jagd, sondern auch in vielen anderen Rollen wie als Such- und Rettungshund, Polizeihund und treuer Familienbegleiter geschätzt. Seine Vielseitigkeit und sein charismatisches Wesen haben ihm weltweit Anerkennung und Bewunderung eingebracht.

Wesen und Charakter

Der Dogo Argentino ist bekannt für seinen mutigen und loyalen Charakter. Diese Hunde sind sehr intelligent und zeigen eine bemerkenswerte Bereitschaft, ihren Menschen zu gefallen, was sie zu ausgezeichneten Begleitern macht. Sie sind bekannt für ihre Tapferkeit und ihre Fähigkeit, in anspruchsvollen Situationen ruhig und fokussiert zu bleiben, was sie zu hervorragenden Arbeitshunden macht.

Der Dogo Argentino vereint Mut und Intelligenz mit tiefer Loyalität – ideal für erfahrene Hundebesitzer, die eine starke und liebevolle Bindung zu ihrem Vierbeiner suchen.

Trotz ihrer beeindruckenden Statur und ihrem Ruf als robuste Jagdhunde, sind Dogo Argentinos auch sehr liebevoll und sanftmütig im Umgang mit ihrer Familie. Sie bauen eine tiefe Bindung zu ihren Besitzern auf und sind besonders kinderfreundlich. Ihre sensible Seite kommt vor allem im familiären Umfeld zum Vorschein, wo sie fürsorglich und schützend agieren.

Diese Rasse benötigt jedoch eine konsequente und liebevolle Erziehung. Aufgrund ihrer Intelligenz und Unabhängigkeit ist es wichtig, ihnen klare Regeln und Strukturen zu bieten. Mit der richtigen Führung entwickeln sich Dogo Argentinos zu ausgeglichenen und zuverlässigen Begleitern, die sowohl in der Familie als auch in verschiedenen Arbeitsrollen glänzen können.

Haltung und Erziehung

Die Haltung eines Dogo Argentino erfordert Engagement und Erfahrung von Seiten des Besitzers. Diese kraftvollen und energiegeladenen Hunde benötigen ausreichend körperliche Betätigung und geistige Stimulation. Lange Spaziergänge, Laufen und Spielen sind wesentliche Bestandteile ihres täglichen Lebens. Ein gut umzäunter Garten, in dem sie sich frei bewegen können, ist ideal, aber kein Ersatz für aktive Bewegung und Training.

Bei der Erziehung des Dogo Argentino ist Konsistenz der Schlüssel. Sie reagieren gut auf positive Verstärkung und klare, konsequente Führung. Frühzeitige Sozialisierung ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass sie gut angepasst sind und positiv auf Menschen und andere Tiere reagieren. Diese intelligenten Hunde genießen Herausforderungen und lernen schnell, was sie zu ausgezeichneten Kandidaten für Gehorsamkeitstraining und Hundesportarten macht.

Aufgrund ihrer Größe und Stärke sind Dogo Argentinos nicht für Erstbesitzer oder Personen ohne Erfahrung in der Hundeerziehung empfohlen. Ein umfassendes Verständnis ihrer Bedürfnisse und Verhaltensweisen ist notwendig, um eine harmonische Beziehung und eine sichere Umgebung für den Hund und seine Umgebung zu gewährleisten. Mit der richtigen Pflege und Erziehung entwickeln sie sich zu loyalen, schützenden und liebevollen Familienmitgliedern.

Gesundheit und Pflege

Der Dogo Argentino gilt generell als eine robuste und widerstandsfähige Hunderasse, benötigt jedoch eine angemessene Pflege und Aufmerksamkeit, um gesund zu bleiben.

Gesundheitliche Aspekte:

  • Hüftdysplasie: Wie bei vielen großen Rassen ist die Hüftdysplasie ein mögliches Gesundheitsrisiko. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen und ein angemessenes Maß an Bewegung können helfen, das Risiko zu minimieren.
  • Taubheit: Einige Dogo Argentinos können von Geburt an taub sein, besonders jene mit ganz weißem Fell. Tierärztliche Hörtests sind empfehlenswert.
  • Allergien und Hautprobleme: Aufgrund ihres weißen Fells können sie anfällig für Hautallergien und Sonnenbrand sein. Schutz vor starker Sonneneinstrahlung und regelmäßige Hautkontrollen sind ratsam.

Pflegetipps:

  • Regelmäßiges Bürsten: Einmal pro Woche bürsten hilft, abgestorbene Haare zu entfernen und die Hautgesundheit zu fördern.
  • Bäder bei Bedarf: Häufiges Baden ist nicht notwendig, es sei denn, der Hund wird besonders schmutzig. Ein mildes Hundeshampoo sollte verwendet werden, um die Haut nicht zu reizen.
  • Ohren- und Augenpflege: Regelmäßige Kontrollen und Reinigungen der Ohren und Augen helfen, Infektionen vorzubeugen.
  • Zahnpflege: Regelmäßiges Zähneputzen oder spezielle Kausnacks können helfen, Zahnstein und Mundgeruch zu vermeiden.
  • Nagelpflege: Die Nägel sollten regelmäßig gekürzt werden, um Unbehagen und Gehprobleme zu verhindern.

Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind ebenfalls entscheidend für die langfristige Gesundheit des Dogo Argentino. Mit der richtigen Pflege und Aufmerksamkeit können diese Hunde ein gesundes und erfülltes Leben führen.

Fun Facts

Dogo Argentino: Interessante Fakten
1. Warum denken Dogo Argentinos, sie wären Schoßhunde? Trotz ihrer Größe denken Dogo Argentinos oft, sie wären kleine Schoßhunde. Diese liebevollen Riesen suchen oft engen körperlichen Kontakt zu ihren Besitzern, was zu lustigen und herzerwärmenden Momenten führt, wenn sie versuchen, sich auf Ihren Schoß zu kuscheln.
2. Dogo Argentinos und ihr „Motorrad-Schnarchen“ Diese Hunde können beim Schlafen ein wenig schnarchen, ähnlich wie ein sanft laufendes Motorrad. Dieses charmante Merkmal macht sie zu einem unterhaltsamen und liebenswerten Begleiter, auch in den stillen Stunden.
3. Dogo Argentinos als argentinische Nationalhunde In ihrer Heimat Argentinien gelten Dogo Argentinos als Nationalhunde. Diese Anerkennung spiegelt ihren Stellenwert in der Kultur und Geschichte des Landes wider, und es ist fast so, als könnten sie den nationalen Tanz, den Tango, tanzen!
4. Das weiße Fell der Dogo Argentinos Dogo Argentinos haben ein auffallend weißes Fell, das ursprünglich dazu diente, sie im Busch leichter erkennbar zu machen. Diese Eigenschaft macht sie zu schlechten Kandidaten für Versteckspiele, aber zu auffälligen Begleitern in jeder Umgebung.
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